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Startup-Service der Wissenschaftseinrichtungen
Öffentlichkeitsarbeit, Frauke Posselt

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Durchstarten mit dem eigenen Start-up
Frauke Posselt

Start-ups sind inzwischen in aller Munde und eine Karriere in jungen Unternehmen nicht mehr nur etwas für Abenteurer. Die einen sehen die Chance eigene Ideen umzusetzen, die anderen wollen ihre Forschungsergebnisse vor der Schublade bewahren. Für Studierende, Absolventen und Wissenschaftler ist der Start-up-Service dresden|exists seit 20 Jahren der erste Ansprechpartner auf diesem Weg.

© Juliana Socher; In unterschiedlichen Workshop-Formaten feilen Gründer und Berater von dresden|exists an den Geschäftsideen.
© Juliana Socher; In unterschiedlichen Workshop-Formaten feilen Gründer und Berater von dresden|exists an den Geschäftsideen.
Egal ob Hightech-Start-up, Kreativwirtschaft oder Handel – zu Beginn stellen sich viele Gründerinnen und Gründer die gleichen Fragen: Eignet sich meine Idee, um darauf ein Unternehmen aufzubauen? Kann ich meine Technologie oder Idee schützen? Wie finanziere ich mein Start-up? Und wie gründe ich eigentlich ein Unternehmen? Daran hat sich seit dem Start von dresden|exists im Jahr 1999 wenig geändert.

„Unsere Berater sind Sparringspartner auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Wir bewerten Geschäftsideen und Forschungsergebnisse auf ihr Marktpotenzial, entwickeln gemeinsam mit den Teams ein Geschäftsmodell und unterstützen bei allen gründungsrelevanten Fragestellungen“, erklärt Dr. Frank Pankotsch, der den Start-up-Service seit 2010 leitet. Dafür bringt dresden|exists Expertise aus unterschiedlichsten Bereich mit. Neben Betriebswirtschaftlern sind auch Wirtschaftsingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker im Team. Sie unterstützen die Gründer je nach Hintergrund und Stand des Projektes in individueller Beratung, spezialisierten Inkubator-Programmen oder Seminaren. In Zusammenarbeit mit der Professur für Entrepreneurship und Innovation der TU Dresden (TUD) entstehen zudem Veranstaltungsformate, in denen Studierende an echten Gründungsideen lernen und Start-ups von neuen Perspektiven profitieren.

Die Finanzierung ist der Knackpunkt – das Team entscheidend
Besonders die Finanzierungsfrage sei für viele Gründer essentiell, so Pankotsch. „Für forschungsbasierte Vorhaben können bundesweite Programme wie das EXIST-Gründerstipendium oder EXIST-Forschungstransfer eine Basis bieten. Aber auch der Freistaat Sachsen hat seine Unterstützung ausgebaut. Mit dem Technologiegründerstipendium oder dem InnoStartBonus gibt es weitere attraktive Förderungen für innovative Ideen.“ Als erfahrener Partner hilft dresden|exists bei der Antragstellung und begleitet die Umsetzung der Ideen im Förderzeitraum. Und die Zahlen sprechen für sich: Seit 2007 konnte der Start-up-Service mehr als 65 Millionen Euro für Gründungs- und Transferprojekte mobilisieren.

Geld allein ist aber nicht alles. Viel wichtiger ist das richtige Gründerteam. Ideengeber brauchen oft Mitstreiter – weil sie zunächst allein sind und häufig aus naturwissenschaftlichen oder technischen Bereichen kommen. Da ist kaufmännische Expertise als Ergänzung gefragt. „Wir helfen mit unserem Netzwerk aktiv mit, Gründerteams zu vervollständigen“, so Pankotsch. Die Nähe zur Fakultät Wirtschaftswissenschaften und ihren Absolventen ist dabei oft sehr hilfreich.
 
© Die Pixelschieber; Das Gründerteam von watttron (v.l.n.r.) Ronald Claus von Nordheim, Michaela Wachtel, Marcus Stein und Sascha Bach
© Die Pixelschieber; Das Gründerteam von watttron (v.l.n.r.) Ronald Claus von Nordheim, Michaela Wachtel, Marcus Stein und Sascha Bach

Start-up-Ideen: von Pixel-Heizern, Weltraumeroberern und EntwicklerHelden
In den letzten 20 Jahren wurden über 3.500 Gründungsideen bei dresden|exists vorgestellt. Daraus entstanden pro Jahr etwa 20 neue Unternehmen. Eines dieser aufstrebenden Start-ups ist die 2016 gegründete Watttron GmbH. Das Gründerteam, bestehend aus Dr. Sascha Bach, Michaela Wachtel, Ronald Claus und Marcus Stein, hat mit Cera2heat ein Präzisions-Heizsystem für die Herstellung von Kunststoffverpackungen entwickelt und auf den Markt gebracht. Wie bei einem Bildraster können einzelne Pixel angesteuert und unterschiedlich erwärmt werden. Kunden können so Material einsparen und den Energieverbrauch reduzieren. Das Spin-off der TUD-Professur Verarbeitungsmaschinen und des Fraunhofer Instituts für Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik Dresden konnte mithilfe eines „EXIST-Forschungstransfer“ seine Technologie zur Marktreife führen. Schnell wurde das Start-up in der Branche wahrgenommen: Sie erhielten u. a. den Achema Gründerpreis, den Deutschen Verpackungspreis in Gold und den Deutschen Rohstoff-Effizienz-Preis. Und mit dem Start-up ist auch weiter zu rechnen – Experten wählten sie auf die Business Punk Watchlist 2019.
 
Viele weitere junge Unternehmen haben das Potenzial, sich langfristig erfolgreich am Markt zu etablieren. So auch die 2018 gegründete Morpheus Space GmbH. Sieben Jahre Entwicklungsarbeit an der Professur für Raumfahrtsysteme der TU Dresden stecken in ihrer Innovation: dem weltweit kleinsten Ionenstrahlantrieb für Nano-Satelliten. Bisher können die zunehmend kommerziell genutzten Nano-Satelliten nicht gesteuert werden. Da ihre Zahl im Weltraum rapide wächst, werden sie als Weltraumschrott gefährlich. Morpheus Space hat nun die Chance, eine nachhaltige Nutzung des Weltraums zu unterstützen. Mit ihrem Antrieb können Kollisionen künftig verhindert und ausgediente Nano-Satelliten zum Verglühen gezielt in die Erdatmosphäre gesteuert werden. Im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfers führen die Gründer ihr Produkt nun zur Marktreife. Der erste Test im Orbit ist Anfang 2019 bereits bestanden: Auf einem Satelliten der Universität Würzburg konnte das Team um Geschäftsführer Daniel Bock die Antriebe erfolgreich starten.


© Archiv Universität Würzburg; Auf dem 1 kg schweren Nano-Satelliten "UWE-4" der Universität Würzburg kommen die Antriebe von Morpheus Space bereits zum Einsatz.
© Archiv Universität Würzburg; Auf dem 1 kg schweren Nano-Satelliten "UWE-4" der Universität Würzburg kommen die Antriebe von Morpheus Space bereits zum Einsatz.
Dem Fachkräftemangel in der IT-Branche wollen Ilja Bauer, Felix Hanspach, Daniel Schneider, Jakob Blume und Philipp Dienst etwas entgegensetzen. Über ihre Coding-Plattform EntwicklerHeld bringen sie Entwickler und IT-Unternehmen zusammen. Studierende und Young Professionals können in Coding-Challenges ihre Programmierkenntnisse unter Beweis stellen und finden dabei vielleicht auch direkt einen spannenden Job. Unternehmen, die die Challenges sponsern, können nicht nur ihren Bekanntheitsgrad steigern, sondern erhalten auch einen direkten Zugang zu Nachwuchsentwicklern. Ihren Weg zum Start-up haben die EntwicklerHelden bereits während ihres Informatik-Studiums begonnen. Im Inkubationsprogramm DeltaHochDrei wurden sie über zwei Jahre intensiv von dresden|exists begleitet. In dieser Zeit haben sie am Geschäftsmodell gefeilt und mit Pilotkunden an der Plattform gearbeitet. Finanzielle Starthilfe gab ein EXIST-Gründerstipendium.

© Antonie Bierling; Die EntwicklerHelden (v.l.n.r.): Jakob Blume, Ilja Bauer, Stefanie Macak, Felix Hanspach, Philipp Dienst und Daniel Schneider.
© Antonie Bierling; Die EntwicklerHelden (v.l.n.r.): Jakob Blume, Ilja Bauer, Stefanie Macak, Felix Hanspach, Philipp Dienst und Daniel Schneider.

Sie haben auch eine neuartige Geschäftsidee, Forschungsergebnisse mit Marktpotenzial oder würden gern in ein Gründerteam einsteigen? Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin!
Mehr Informationen unter: http://www.dresden-exists.de


Angebote von dresden|exists:


  • Informieren & Netzwerken
    Events für Gründer (z.B. regelmäßiges Meet-up) und individueller Austausch mit Experten
     
  • Beratung
    Bewerten von Produkt- und Service-Ideen sowie individuelles Coaching im gesamten
    Gründungsprozess
     
  • Trainieren & Lernen
    Vorlesungen für gründungsinteressierte Studierende sowie Workshop-Programme und Trainings für Gründer

     
  • Finanzieren
    Beratung zu Förderprogrammen und Zugang zu Investoren, Business Angels und passenden Matching Events